+++ 20.03.2020 - 08:00 Uhr: BMWE hebt Beschränkungen im Außenwirtschaftsverkehr für medizinische Schutzausrüstungen auf - Dastex setzt alles daran die bestehenden Lieferengpässe zu überwinden, um die Auslieferungen innerhalb der EU zu gewährleisten. +++ +++ 17.03.2020 - 08:00 Uhr: Dear non-German visitors, after the launch of our new website we are working hard to translate the content for you in the following weeks. Thanks for your understanding. +++

Zum Hauptinhalt springen

Wissenswertes

zu Einweg- & Schutzbekleidung

Da Mehrweg-Reinraumbekleidung bedingt durch die spezifischen Gewebeeigenschaften nicht jegliche Einsatzbereiche abdecken kann, ist in manchen Fällen der Einsatz von Einwegbekleidung unabdingbar. Insbesondere im Bereich des Personenschutzes spielt die Einwegbekleidung ihre Stärken aus.

Des Weiteren ist sie – im Vergleich zur Mehrwegbekleidung – in standardisierten Größen und Ausführungen in kürzester Zeit verfügbar und kann auch für etwaige Notfälle gelagert werden. Individualisierungsmöglichkeiten sind nicht gegeben.

Definition Einwegbekleidung

Einwegbekleidung wird häufig als Ergänzung zur Reinraummehrwegbekleidung eingesetzt. Sie dient sowohl dem Produkt- als auch dem Personenschutz.

Hierbei ist zu beachten, dass die Einwegbekleidung nicht zu einer zusätzlichen Partikelquelle wird. Durch einen sinnvollen Einsatz z. B. auch mit Mehrwegbekleidung kann eine Kontaminationsreduzierung bewirkt werden.

Eine Vergleichsstudie Einweg- vs. Mehrwegbekleidung zeigte zum Thema „Eigenkontamination“ sehr interessante Unterschiede auf.

Je nach Anforderungen müssen verschiedene Ausführungen und Qualitäten berücksichtigt werden, z. B. Antistatik, Reißfestigkeit, Schutzwirkung gegenüber toxischen Stoffen etc.

Durch anwendungsspezifische Anforderungen in der Reinraumwelt hat sich das Thema „Personenschutz im Reinraum“, neben dem Produktschutz, mit in den Fokus gestellt. Beide Aspekte sollten sich sinnvoll ergänzen.

Aufgrund fehlender vereinheitlichter Standards oder Normen, welche herangezogen werden könnten, um einen Einwegartikel als z. B. ISO Klasse 5 zu benennen, sollen die nachfolgenden Seiten Ihnen helfen, den passenden Artikel für Ihre individuelle Anforderung zu finden.

Bei der Auswahl beraten wir Sie gerne und stellen Ihnen auch Muster zu Testzwecken zur Verfügung.

Materialien in unterschiedlichen Qualitäten

Einwegbekleidung im Körperbereich wird zum Schutz des Mitarbeiters (PSA), aber auch des Produkts oder Prozesses, eingesetzt. Für die Herstellung von Einwegbekleidung werden fast ausschließlich Spinnvliese verwendet, die durch Hitze und Druck verfestigt werden.

Einige Beispiele sind SMS-Vliese, die durch gute Atmungsaktivität überzeugen, ein zusätzlich aufgetragener mikroporöser Film (eine hohe Barrierewirkung gegen Partikel, jedoch geringe Widerstandsfähigkeit gegenüber mechanischen Einwirkungen) oder das patentierte Gewebe aus PE-HD der Firma DuPONTTM (Tyvek®). Dieses Gewebe überzeugt vor allem durch hohe Strapazierfähigkeit, geringe Partikelabgabe und sehr gute Barriereeigenschaften.

In der Regel wird Einwegbekleidung in nicht kontrollierten industriellen Umgebungsbedingungen gefertigt. Alle während des Fertigungsprozesses auf die Einwegbekleidung fallenden und anhaftenden Verunreinigungen werden somit nicht entfernt und gelangen folglich ungehindert in die Reinraumbereiche. Aus diesem Grund empfehlen wir – wo möglich – auf speziell nachgereinigte Einwegbekleidung zurückzugreifen.

 

Notwendige Grundvoraussetzungen für reinraumtaugliche Einwegbekleidung abhängig von der jeweiligen Anwendung:

  • Partikelrückhaltevermögen und Barriereeigenschaften
  • Sterilität bei Bedarf
  • antistatische Ausrüstung mit möglichst geringer Partikelfreisetzung
  • Sauberkeit bei Anlieferung und eine reinraumtaugliche Verpackung (Polybeutel)
  • latexfrei bei den elastischen Arm- und Beinabschlüssen
  • vorhandene Dokumentation, Modellspezifikationen, technisches Datenblatt zum eingesetzten Material
  • Untersuchungen der Permeation bei natürlichen oder synthetischen Substanzen
  • PSA-Richtlinien, falls gefordert